Rock & Pop

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Ja, Panik
Rock & Pop - 30.10.2021

Die Gruppe Ja, Panik bringt ein neues Album heraus, es heißt „Die Gruppe“, und meint sich selbst. Für uns ist „Die Gruppe“ bereits heißester Anwärter für das Album des Jahres inklusive Smash Hit zur Pandemie (On Livestream). Es hat ja seit jeher Streitigkeiten unter den Weisen gegeben, also was die kulturelle Biologie betrifft, die besagt, wo die Musik wohl ihren Ursprung hat. Im Kopf, behaupten manche. Im Bauch, glauben die nächsten. Andere meinen: in den Geschlechtsteilen. Es geht bunt durcheinander. Nichts davon trifft auf „Die Gruppe“ zu. Und wenn es nicht schon wieder so furchtbar akademisch klänge, was eigentlich nicht sein muss, dann würde man jetzt mit Sprungfederschuhen zur These aufhüpfen: Dieses Album handelt sogar davon, dass die Musik (und die gesamte Kunst, unseretwegen) nur wirklich ganz selten aus einer simplen, punkt- oder organförmigen Verortung herausblubbert. Sondern aus dem Wechsel zwischen den Welten, dem Übergang von einem erkenntnispraktischen Aggregatszustand zum anderen. Dem Glitsch zwischen den gegeneinanderkantenden Dimensionen, der ab und zu Geräusche macht, und die klingen dann so. „Im Gegenteil:/ Wir steigen aus/ wir steigen ein/ denn wer zu lange Gespenst spielt/ wird bald selber eins sein“, das waren die Worte, mit denen Andreas Spechtl, Sänger, Gitarrist und Songautor von Ja, Panik, das 2016 in der Gruppe erstellte Buch „Futur II“ beschloss. Auch hier ging es darum, wie Dichtung, Performance und Pop immer nur im manchmal grausamen Wechselspiel von Widersprüchen entstehen können, zwischen Bewusstsein und Rausch, Kollektiv und Einzelnen, Kommerz und politischer Mission. Die Verse aus dem Buch könnte man der neuen Platte als Motto voranstellen. Sie erzählt genau an der Stelle weiter. Oder rückwärts in sie hinein. Und das Gespenst, von dem die Rede war: Gewissermaßen ist es die fahle, aber umso freundlichere Reiseführerin oder der Reiseführer durch „Die Gruppe“. Ein Album voller Wunder und Schrecken, Rätsel und Leuchtfeuer, Gewebe und Löcher, fließender Geschichten und Slogans, die man sich auf die Stirn stempeln will. Vor allem: ein Werk, wie man es in der an Höhepunkten nun wirklich nicht geizigen Diskografie von Ja, Panik noch nicht gehört hat, nicht ansatzweise. Ja, Panik klingen auf diesem in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen neuen Album eben gerade nicht wie es sich seit den 50ern und 60ern, seit der Erfindung von Teenager- und Popkultur, ins Prinzip der Band eingeschliffen hat. Die Gruppe Ja, Panik ist „Die Gruppe“. Oder, wie Andreas Spechtl es hier kurz vor dem großen Finale singt: „Secret groups/ secret gangs/ organise inside my head.“ Leute, bildet Gruppen! Und hört diese Musik dabei. Und kommt zu diesem Konzert. Unbedingt.

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Forever Queen performed by QueenMania
Rock & Pop - 27.01.2022

FOREVER QUEEN performed by QueenMania WE WILL ROCK YOU - WE ARE THE CHAMPIONS - BOHEMIAN RHAPSODY - RADIO GAGA - ANOTHER ONE BITES THE DUST - THE SHOW MUST GO ON…. diese und viele weitere Songs haben QUEEN in den letzten 50 Jahren unsterblich gemacht. Mehr als ein Vierteljahrhundert ist Freddie Mercury, einer der größten Sänger der Rockgeschichte, nun schon tot. Doch in seiner Musik lebt er ewig weiter… Die hochkarätig besetzte Band QueenMania hat sich genau dieser Musik verschrieben - und bringt all die unvergesslichen Hits nicht nur musikalisch, sondern auch visuell eindrucksvoll und originalgetreu auf die Bühne. Hier stimmt nicht nur jeder Ton, sondern auch jede Geste, jede Bewegung, jedes Kostüm - damit das echte QUEEN-Feeling lebendig wird. QUEEN- Tourneen boten immer schon mehr als nur Musik. Eine mitreißende, energiegeladene Performance, aufwändige Kostüme, exzellentes Lichtdesign und ein hochwertiger Sound waren auch den originalen Bandmitgliedern von QUEEN immer wichtig. Genau dasselbe gilt für die spektakuläre Show FOREVER QUEEN. Die Band ist seit Jahren perfekt aufeinander abgestimmt und spielt die Songs von QUEEN nicht nur - sie zelebriert sie geradezu. Und Sänger Sonny Ensabella sieht Freddie Mercury nicht nur täuschend ähnlich, sondern kommt seinem großen Vorbild auch stimmlich unglaublich nahe. Die Legende lebt - und Sie können dank FOREVER QUEEN endlich wieder live dabei sein! Sichern Sie sich jetzt Tickets für dieses wahrlich königliche Vergnügen!

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Fotos
Rock & Pop - 16.07.2021

Tom Hessler, Sänger, Songschreiber und Gitarrist der Hamburger Band Fotos hatte das Glück, während des Lockdowns ein kleines Studio in seiner Neuköllner Wohnung zur ständigen Verfügung zu haben. Und so entstanden 9 Songs in drei Monaten Quarantäne, die unter dem Albumtitel „Auf zur Illumination!“ eine textlich sehr persönliche Reise ins Unterbewusstsein des 36-jährigen Musikers zusammenfasst. Die Musik dazu ist inspiriert vom dröhnenden Klang seines Serge Modular Systems und der Welt der psychedelischen Musik der sechziger, siebziger und achtziger Jahre. Nach Lockerung der Pandemie-Maßnahmen traf sich die gesamte Band im Kreuzberger Radio Buellebrueck Studio und komplettierte die Aufnahmen. Als „Spirit-Animal“ und für den Mix konnte Olaf Opal verpflichtet werden, der schon beim 2010er Shoegaze-Album„Porzellan“ mit der Band zusammengearbeitet hat. Auch in den Songtexten hält die Welt des Psychedelic Einzug – wer sucht, findet Verweise auf William Blake, Rolf Dieter Brinkmann, Thomas Pynchon, Olga Tokarczuk oder Neil Young in den genussvoll-spinnerten Songtexten des Albums. „Auf zur Illumination!“ klingt wie ein Fundstück aus einer musikalischen Ära, die so nie existiert hat. Bandechos, italienische Orgeln und Tremolo-Gitarren prägen den Sound, ein minimalistisches Instrumentarium im Gegensatz zur um-sich-selbst-rotierenden Opulenz des letzten Albums „Kids“.

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Die Sterne
Rock & Pop - 16.10.2021

Ein selbstbetiteltes Album. Auf dem Cover: der Sänger – das letzte verbliebene Ur-Mitglied – ganz allein als aus allen Zeiten geplumpster Dichterfürst, als leicht lädierter, aber wissender Dandy. Ein erstes Hören, und plötzlich sitzt man da, mit lauter Hits in den rauschenden Ohren und zig Textfetzen, die einem durch den Kopf spuken, und ist wie durchgeschüttelt von einem Album, das immer wieder von Freiheit und Verstrickung, von Möglichkeiten und Zwängen handelt. Das neue Album von Die Sterne ist da. Ein Album, auf das man - ohne es zu wissen - so sehr gewartet hat. Eine Platte, die wie keine zweite angeschlossen ist an die Themen unserer Tage – und die trotzdem einlädt auf eine eskapistische Reise durch unerhörte Soundlandschaften. Es lebe der Widerspruch! Es leben Die Sterne! Endlich wieder in der Manufaktur!

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King King - Live 2021/22
Rock & Pop - 19.11.2021

Die Blues Rocker KING KING aus Glasgow kündigen ihre ersten Tourdaten für Deutschland 2020 an, parallel zur Veröffentlichung ihres neuen Albums. King King gründeten sich 2008 in Schottland und haben bisher vier Studio- und ein Doppel Live Album veröffentlicht. Sänger Alan Nimmo: "Wir freuen uns wirklich sehr darauf, nach Deutschland zurückzukehren. Neues Jahr, neue Songs… und möglicherweise ein neuer Kilt!!!"

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Braids
Rock & Pop - 14.10.2021

Das Experimental-Pop-Trio Braids aus Montreal besteht aus Raphaelle Standell-Preston, Austin Tufts und Taylor Smith. Seit ihrer Gründung 2007 in Alberta haben sie sich einen Ruf für ihren musikalischen Einfallsreichtum aufgebaut und werden in Kanada mega gefeiert. Unter anderem wurden sie zweimal für den Polaris Preis nominiert und konnten 2016 den Juno Award für das Alternative Album of the Year nach Hause nehmen. Braids verflechten organische und elektronische Elemente, die zusammen mit Standell-Prestons tragender Stimme eine intime, explosive und lyrische Landschaft bilden. Ihr neues und mittlerweile viertes Album "Shadow Offering" ist die erste LP seit dem Erfolg von "Deep In The Iris" 2015 und erscheint am 24. April 2020 via Secret City Records. Produziert wurde sie von Chris Walla von Death Cab For Cutie. Braids zeigen sich auf "Shadow Offering" von einer sehr persönlichen Seite und beweisen in ihren Songs ein neues musikalisches Selbstbewusstsein. Wer Braids live gesehen hat, kennt ihre unbändige Energie - starke Vocals, kräftige Drums und bewusst gesetzte elektronische Elemente kommen zusammen und schaffen eine kraftvolle aber dennoch einladende Stimmung, der man sich nicht entziehen kann.

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Christian Kjellvander & Band
Rock & Pop - 12.03.2022

In diesen Tagen, in denen Ausgrenzung und Abschottung zu regieren scheinen, ist ein Künstler wie Christian Kjellvander (gesprochen: Schjellwander) überlebensnotwendig für unser Seelenheil. Der schwedische Singer- Songwriter ist einer, der das Fremde umarmt und das zutiefst Menschliche auslotet. Und so erzählt uns der 42-Jährige in seinen rauen wie soghaften Songs zwischen Folk, Blues, Americana und Free Jazz von Abschied und Aufbruch, von Flucht und dem Gefühl, neu in einer Welt zu sein. So erschafft er einen Sound, der ruhig atmet und pulsiert, um sich dann aus dieser Intimität in eine unglaubliche Dynamik hineinzufiebern, in etwas Dunkles, Sattes, Schwüles. Mitunter scheint seine Musik zu entschwinden, um kurz darauf flirrend und transparent zu strahlen. Getragen werden die facettenreiche Lieder von Christian Kjellvanders Wunderstimme, die mal an Leonard Cohen, mal an Neil Young, mal an David Sylvian erinnert und die doch ganz eigen ist. Pressezitate: „Großes Kino!" Musikexpress „It's a beauty." Mojo „Jenseits aller Klischees." Rolling Stone

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Julien Baker
Rock & Pop - 07.05.2022

Auf ihre Art waren die Songs von Julien Baker schon immer groß, doch jetzt inszeniert die amerikanische Songwriterin sie erstmals auch so. In der Vergangenheit begeisterte die aus Memphis, Tennessee, stammende 25-Jährige vor allem durch einen auf emotionale Direktheit ausgerichteten „Weniger ist mehr“-Kammerpop-Ansatz und eroberte damit die Indie-Welt im Sturm. Mit ihrem just veröffentlichten dritten Album, „Little Oblivions“, bricht sie nun auch abseits ihrer gemeinsam mit Phoebe Bridgers und Lucy Dacus gegründeten Supergroup boygenius aus altbekannten Solostrukturen aus. Um Klavier und Stromgitarre herum arrangiert sie einen kunstvoll ausgestalteten, beeindruckend facettenreichen Bandsound der großen Gesten, bei dem sich Tradition und Moderne perfekt die Waage halten, wenn sich Mandoline, Banjo und Schlagzeug symbiotisch mit Synth und Elektronik verbinden. Auch live reicht Baker inzwischen ihre Loop-Station allein nicht mehr aus. Nach vielen hinreißenden Soloauftritten in der Vergangenheit wird sie 2022 erstmals mit kompletter Band auf Tournee gehen, um ihre faszinierende musikalische Evolution auch auf der Konzertbühne fortzusetzen. Mit Gastspielen in den großen Late-Night-Talkshows der USA gewährte sie unlängst bereits einen ersten Einblick in diese neue Phase ihres Schaffens, doch dass sie sich dabei von Musikerinnen und Musikern aus ihrem engsten Umfeld begleiten ließ, unterstreicht: Allen Neuerungen zum Trotz bricht sie nicht mit der Vergangenheit. Vielmehr bleibt sie sich mit den Songs auch auf „Little Oblivions“ atmosphärisch und lyrisch treu und arbeitet intensiv und berührend ihr inneres Gefühlschaos auf. Auch deshalb ist Bakers veränderter musikalischer Ansatz kein stilistischer U-Turn oder eine schnöde Hinwendung zum Kommerz, sondern die farbenfrohe Ausformulierung der seelenvollen Songkunst, die sie seit frühesten Tagen zu einer Ausnahmeerscheinung gemacht hat. Verletzlich, melancholisch, eindringlich – Julien Bakers Musik ist (und bleibt) all das.

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